Date of Graduation
2001
Document Type
Thesis
Degree Type
MA
Committee Chair
Deborah Janson
Abstract
Christa Wolf gelang es mit einer Neuverfassung mythischer Figuren und Erzählungen in Kassandra und Medea. Stimmen , Mechanismen darzustellen, die seit Jahrtausenden zur Unterdrückung weiblicher Elemente in Gesellschaft und Kultur und zur Fremdbestimmung von Frauen in patriarchalischen Systemen geführt haben und immer noch führen. Es ist daher mehr als natürlich, beide Romane von einem feministischen Standpunkt aus zu betrachten, dessen Erörterung den ersten Teil meiner Arbeit darstellt und in einen Vergleich beider Werke mündet. Diese Arbeit wird weiterhin zeigen, welche Aussagen in Kassandra und Medea. Stimmen erkennen lassen, dass es für Christa Wolf mehr als das bloße (Macht-) Verhältnis der Geschlechter sein muss, das zu Unterdrückung und Ausbeutung in Gesellschaftssystemen, und schließlich zu kriegerischen Handlungen zwischen Menschengruppen führt. Die Arbeit wird daher folgende Frage diskutieren: Welche Forderungen und Botschaften lassen sich aus diesen Aussagen ablesen und inwieweit sind diese in beiden Werken unter vergleichbarem oder unter verändertem Blickwinkel der Autorin dargestellt?
Recommended Citation
Buettner, Susanne, "Ueber den feministischen Tellerrand hinausblicken: Welche Forderungen stellen Kassandra und Medea an den Leser heute? "Menschliches" statt "maennliches" Fehlverhalten dargestellt in Christa Wolfs mythischen Erzaehlungen "Kassandra" und "Medea. Stimmen"." (2001). Graduate Theses, Dissertations, and Problem Reports. 10543.
https://researchrepository.wvu.edu/etd/10543