Date of Graduation
2006
Document Type
Thesis
Degree Type
MA
Committee Chair
Cynthia Chalupa
Abstract
Seit Shakespeare die wahnsinnige Ophelia in einem Fluss ertrinken lässt, wird das Opheliamotiv sowohl in der Kunst, als auch in der Literatur immer wieder aufgegriffen und verarbeitet. Die ungewohnte Verbindung der schönen Ophelia und dem grässlichen Tod stimmt den Leser nachdenklich. Vom Beginnenden, bis zum Ende des19. Jahrhunderts, findet man immer wieder diese besondere Verbindung, die schließlich in dem Opheliamotiv eine ideale Synthese erfährt. Diese Idee ist das grundsätzliche Prinzip der philosophischen und soziologischen Theorie der Dekadenz. Ophelia verkörpert sowohl bildlich als auch literarisch diese Theorie, die ihre philosophische Wahrnehmung vor allem in den Texten Paul Bourgets und Friedrich Nietzsches fand. Um die Jahrhundertwende fand das Opheliamotiv seinen Höhepunkt. Ziel dieser Arbeit ist es deshalb die verschiedenen Phasen der Entwicklung des Opheliamotivs genauer zu verfolgen. Anhand dieser Phasen wird dann untersucht werden, aus welchen sozialen, philosophischen und ästhetischen Gründen sie am Ende des Jahrhunderts zum Leitmotiv der fín-de-siécle Künstler und Dichter wird.
Recommended Citation
Roth, Miriam, "Der Opheliakult und seine Entwicklung in der europaeischen Kunst und Literatur." (2006). Graduate Theses, Dissertations, and Problem Reports (ETD). 10937.
https://researchrepository.wvu.edu/etd/10937